Wiker-Blog

Wählen Sie aus folgenden Themengebieten aus:

Wirtschaftsmediation Ulm
Konfliktmanagement Ulm
Verhandlungen Ulm

Das Verbraucher-Streitbeilegungsgesetz kurz umschrieben

Seit 1. April 2016 ist das Verbraucher-Streitbeilegungsgesetz - kurz:  VSBG – in Kraft getreten. Der Gesetzestext und zahlreiche Kommentare sind überall online zu finden.

 

Hier versuche ich kurz zu umschreiben, wie der Sinn und Zweck in die Praxis umgesetzt werden sollen. 

 

Missverständnisse aus Kauf- und Dienstleistungsverträgen sind heute sehr schnell entstanden, da der Onlinebestellweg eine sehr schnelle Abwicklung erwarten lässt. Der Abschluss ist schnell getätigt und führt hier und da zu einer Auseinandersetzung. Führt die Reklamation nicht zu einer einvernehmlichen Lösung, dann sind möglichst vor Einschlagen des herkömmlichen Rechtsweges einige Abwägungen zu treffen: 

  • Wie groß sind Kosten für Anwalt, ggf. Gericht und Gegenanwalt und nicht jedes Urteil endet in der ersten Instanz
  • Wo ist der mögliche Gerichtsort mit Kalkulation der Reisekosten, was sich besonders im Ausland als sehr teuer erweisen kann
  • Lohnt sich ein derartiges Vorgehen unter zusammenfassender Betrachtung der vorgenannten Punkte, dem Aufwand von Zeit und Ärger und einer meist sehr langen Verfahrensdauer?
mehr lesen 0 Kommentare

Was ist Verhandlungen führen?

Ein Verhandlungsführer wird in der Regel eingesetzt, wenn die direkte Kommunikation nicht oder nur erschwert möglich ist. Dies kann im alltäglichen Privatleben sowie auch zwischen Geschäftspartnern oder Kontrahenten in einem Konflikt der erfolgversprechende Lösungsansatz sein.

 

Gründe, die eine direkte Absprache erschweren oder unmöglich erscheinen lassen, sind z.B. folgende:

  • Eskalierender Streit, bei dem jeder neue Impuls eine heftige Gegenaktion auslöst, da auch hinter gutgemeinten Vorschlägen eine Finte vermutet wird.
  • Fehlende Augenhöhe, also unterschiedliche Wissenslevel der Parteien, wobei sich z.B. ein Patient gegenüber einem Arzt oder einer Krankenhausverwaltung durch das unterschiedliche Fachwissen bereits vorab unterlegen fühlt.
  • Unterschiede wie Ort, Sprache und Interessen können die Verhandlungen über einen neutralen Dritten oft viel einfacher und schneller ablaufen lassen, da man sich nicht nur auf seine eigenen Gefühle, möglichen Ängste und Abwägungen allein verlassen muß.
  • Verhandlungen zwischen Organisationen oder Firmen, die sich dieses Lösungsweges sowohl bei der Lösung aufgetretener Störungen als auch bei der Planung von gemeinsamen, neuen Projekten bedienen, um so möglichst ab Beginn eine gleich starke Berücksichtigung der Interessen Aller in eine faire Lösung einzubringen. Der eigene Kopf bleibt freier und man kann sich besser mit einem gewissen Abstand zu den Details positionieren. Gesunde Kritik und passendes Einbringen anderer Interessen lassen so den Prozess zielgerichtet wachsen. Der Verhandlungsführer wird dabei als Moderator mit einer Kontrollfunktion aus der „Helikopter-Perspektive“ auf Ausgeglichenheit achten und mögliche Ansätze für spätere Streitigkeiten klar zur Sprache bringen. 
mehr lesen 0 Kommentare

EFK  Ergebnis Fokussierte Klärung

Vor dieser Situation fürchtet sich jeder Chef:  In einem Bereich oder bei der ganzen Belegschaft treten immer wieder Konflikte auf. Vom vehementen Wortwechsel bis zu lautstarken Auseinandersetzungen, die auch den übrigen Kollegen nicht verborgen bleiben.  Je kürze die Intervalle ausfallen und je mehr „Kämpfe“ zwischen verschiedenen Kollegen auftreten, desto mehr ist die Gefahr zu spüren, daß sich das einzelne Feuer sehr schnell zu einem Flächenbrand entwickeln könnte.

 

Der Einsatz von „Handfeuerlöschern“ könnte die einzelnen Stellen individuell zur Ruhe bringen, wobei hierbei die Ursachen aller Brandherde auszuwerten wären, um hieraus auch passende Präventivmaßnahmen ableiten zu können. Brandschutz kostet zwar etwas, jedoch in jedem Fall wesentlich weniger als der Einsatz eines ganzen Feuerwehrteams und der Produktionsausfall im eigenen Team!

 

Das ist zweifellos nachvollziehbar, doch wie sieht die Lösung konkret aus?

 

Ein konkreter Lösungsansatz wäre die „EFK Ergebnisfokussierte Lösung“, die sich wie folgt anbietet. 

 

Der Konflikt-Manager läßt sich von der Geschäftsführung die Situation  zusammen-gefaßt  in etwa 1 ½ Stunden erklären. Aus der Darstellung der markanten Vorkommnisse und möglicher Befürchtungen werden alternative Lösungsansätze besprochen, die auf Machbarkeit und Erfolgschancen gemeinsam geprüft werden. 

 

Zur praktischen Umsetzung der Maßnahme wird dann ein Termin festgesetzt, bei dem das betroffene Team oder die Mitarbeiter eines gewissen Bereichs über den Sinn und Zweck und die Art der geplanten Maßnahme informiert werden. Die Beantwortung von Mitarbeiterfragen fördert die Zustimmung und ist so auch ein wesentlicher Teil einer aktiven Beteiligung. 

 

Der Mitarbeiter-Workshop erstreckt sich über ca. 3 Stunden auf Erfassung der persönlichen Beurteilung von Situationen und Einzelvorkommnissen, die positiv wie negativ sich auswirken können, und den Wünschen und Vorschlägen zur Veränderung der Situation. Direkt und indirekt Betroffene nennen in kurzer Zeit die persönlichen, wesentlichen Punkte, die für ein gemeinsames Angehen der Gesamtsituation und somit als Schlüssel der Ursachenbekämpfung sich zeigen. Es gibt ein „offenes Ohr“ für alle der vorgetragenen Punkte, jedoch kurz auf den Punkt gebracht ohne tiefergehende Aufbereitung.

 

Die Auswertung und Zusammenfassung der erarbeiteten Erfahrungen wird vom Mitarbeiter-Team eigenverantwortlich vorgenommen und dem „Chef“ vorgestellt. Grundsätze und neue Regelungen werden allgemein zugänglich den Mitarbeitern übermittelt.

 

Nach einer angemessenen Frist von ein paar Monaten wird Bilanz gezogen. Wie werden die möglichen Veränderungen von Geschäftsführung und Mitarbeitern beurteilt? Was ist zwischenzeitlich umgesetzt, also passend, und wo gibt es noch etwas zu tun?

 

Dieser Einsatz eines externen Spezialisten ist von dessen Honoraransatz und des notwendigen Zeitaufwandes der Mitarbeiter für den Betrieb wirklich überschaubar. 

„Eine passende Diagnose“ unterstützt die richtige, zielgerichtete Behandlung und vermeidet teure und zeitaufwendige Versuche. Die „Arbeitsbereitschaft des Teams“ wird kurzfristig wieder hergestellt und soll als Schritt in das eigenverantwortliche Angehen derartiger künftiger Probleme führen. Tiefergehende Probleme können bei Bedarf als ergänzende Maßnahme geplant werden. 

mehr lesen 0 Kommentare

Streit-Kultur in Oberschwaben

Streiten ist ein natürliches Bedürfnis, so auch in Oberschwaben. Wenn lauthals die Meinung zur Person des Nachbarn verkündet wird, dann wird es aber gefährlich.

0 Kommentare

Team-Gespräche im Betrieb führen

Teamgespräche mit einem gewissen Rhythmus sind für den Austausch der Informationen, der Beseitigung von Spannungen und der Stabilisierung der gemeinsamen Ziele unerlässlich. Der Aufbau eines eigenen Systems ist das Ziel, um eigenverantwortlich den Teamgedanken sichtbar in die Arbeit einzubinden.

Was sind denn Team-Gespräche und welchen Zweck verfolgen sie?

 

Wie die Bezeichnung schon erklärt, sollten in regelmäßigen Abständen team-intern die Abläufe auf Schwächen und Stärken untersucht werden. Hier geht es nicht um die Klärung von Sach-Problemen selbst, vielmehr können die hieraus resultierenden Konflikte und Begleiterscheinungen als Arbeitspunkte aktuellen Input bringen. Was z.B. „immer schon so läuft“ muss nicht unbedingt erfahren und erprobt sein und kleinere Korrekturen lassen die Effektivität um ein Vieles steigern. Voraussetzung ist, dass diese Punkte gefunden und offen auf den Tisch kommen. Argumente und Gegenargumente können so die Problematik sehr schnell auf den Nenner gebracht werden und alle Beteiligten werden gleichermaßen in die Problematik eingeführt.

mehr lesen 3 Kommentare