Team-Gespräche im Betrieb führen

Teamgespräche mit einem gewissen Rhythmus sind für den Austausch der Informationen, der Beseitigung von Spannungen und der Stabilisierung der gemeinsamen Ziele unerlässlich. Der Aufbau eines eigenen Systems ist das Ziel, um eigenverantwortlich den Teamgedanken sichtbar in die Arbeit einzubinden.

Was sind denn Team-Gespräche und welchen Zweck verfolgen sie?

 

Wie die Bezeichnung schon erklärt, sollten in regelmäßigen Abständen team-intern die Abläufe auf Schwächen und Stärken untersucht werden. Hier geht es nicht um die Klärung von Sach-Problemen selbst, vielmehr können die hieraus resultierenden Konflikte und Begleiterscheinungen als Arbeitspunkte aktuellen Input bringen. Was z.B. „immer schon so läuft“ muss nicht unbedingt erfahren und erprobt sein und kleinere Korrekturen lassen die Effektivität um ein Vieles steigern. Voraussetzung ist, dass diese Punkte gefunden und offen auf den Tisch kommen. Argumente und Gegenargumente können so die Problematik sehr schnell auf den Nenner gebracht werden und alle Beteiligten werden gleichermaßen in die Problematik eingeführt.

 

Um Team-Gespräche effektiv werden zu lassen muss eine klare Struktur erstellt und diese auch dem teilnehmenden Mitarbeiterkreis klar vorgestellt werden. So können nicht optimale Abläufe vom einzelnen Mitarbeiter beobachtet und  im Team dann vorgestellt werden.

 

Das Team-Gespräch selbst sollte von einer Führungskraft geleitet werden. Diese FK kann dann die Moderation selbst übernehmen oder einem geeigneten Moderator übertragen. Wichtig ist, dass die Moderation allparteilich geführt wird, d.h. sich auf den organisatorischen Ablauf mit Erarbeiten und Festhalten der Einzelergebnisse konzentriert. Unterschiedliche Ansichten und Darstellungen werden im Gleichgewicht ermittelt, so dass jeder seinen Beitrag einbringen und im Verlauf auch erkennen kann, selbst beteiligt gewesen zu sein. 

 

Für die Gestaltung der Themenaufbereitung gibt es verschiedene Ansätze, die aber vorab festgelegt und auch konsequent verfolgt werden. Ob neuer Mitarbeiter oder „alter Hase“, Sachbearbeiter oder Abteilungsleiter, hier werden die Sachbeiträge außerhalb jeglicher Hierarchie mit der entsprechenden Wertschätzung angenommen.

 

Das Ziel wird dann erreicht, wenn ein möglichst offener Dialog die Betrachtung der Probleme aus den verschiedenen Blickwinkeln erkennen lässt. Vorbehalte, Besonderheiten und Irritationen, die eigentlich so nicht vermutet wurden, bekommen dann ein Gesicht. Die Berücksichtigung von einzelnen Bedürfnissen muss ebenso ausreichend berücksichtig werden. Je deutlicher die Details erfasst werden, desto stabiler wird die gemeinsame Lösung für die Zukunft ausfallen. 

 

Nur wenn frühzeitig Bremsen im Rundlauf oder auch Sand im Getriebe bemerkt wird kann eine ausreichende Konfliktprävention betrieben werden. Ein Konflikt frühzeitig erkannt, kann Spätfolgen noch rechtzeitig abwenden, vor allem mögliche chronische Konfliktherde eliminieren. Zeigen sich Beziehungsstörungen oder Spannungen, so können diese ohne „großes Theater“ angegangen und meist oft durch ein klärendes Gespräch bereinigt werden. 

 

Das aktive Einbinden der Mitarbeiter in den Team-Prozess steigert Produktivität und Motivation. Das Bestätigungsgefühl, selbst etwas geschaffen zu haben, eigene Verantwortung erfüllen zu können und genau verstanden zu werden, fördert den Team-Gedanken wie auch das Identifizieren des Mitarbeiters mit seinem Betrieb. 

 

Werden diese Team-Gespräche fester Bestandteil der Zusammenarbeit, so wird sich dieser relative Zeitaufwand sehr schnell wieder durch erkennbare Verbesserung bei den Abläufen amortisiert haben. Es empfiehlt sich, die Treffen in angenehmer Atmosphäre außerhalb des üblichen, betrieblichen Bereiches durchzuführen. So kann z.B. ein Tagungsraum in einem Hotel mit kleiner Bewirtung eine Superstimmung und Bereitschaft zur Mitarbeit auslösen, die selbst mit Geld nicht zu erreichen ist!

 

Das Einrichten von Team-Gesprächen kann anfangs mit Unterstützung eines externen Beraters erfolgen, der auch die Moderation im Team übernimmt. Nachdem dann die ersten Arbeits-Treffen zur Routine geworden sind,  können sich auch interessierte Mitarbeiter des Betriebs mit dieser Aufgabe selbst soweit vertraut machen, dass externe Hilfe nur bei eventuellen größeren Problemen oder Konflikten durch einen Konflikt-Manager nötig sein könnte. 

 

Hilfe zur Selbsthilfe, d.h. die Installation der ersten Team-Gespräche unter Anleitung eines externen Moderators kann auch im innerbetrieblichen Team genutzt werden, eigene Mitarbeiter für diese Tätigkeit zu gewinnen. Interessierte Mitarbeiter können  sich so die Grundsätze aneignen und ggf. auch bei mehreren Teams in der Firma abwechselnd einsetzt werden. So würden auch übergreifende Auswirkungen von Team zu Team noch ausreichend berücksichtigt werden können. Der gelegentliche Einsatz des „Externen, Neutralen“ kann ergänzend zur Eigenkontrolle genutzt werden.

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Kommentare: 3
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